Was ist eigentlich die Cloud?

Jul 08, 2020

Unternehmen verlagern immer mehr ihrer Prozesse in die digitale Welt und bedienen sich neuester Techniken. Hierzu zählt auch die Verwendung von Cloud - Anwendungen. In den USA verfügten im Jahr 2018 bereits 81% der befragten Unternehmen über eine Multi - Cloud - Strategie. Auch europäische Firmen haben mittlerweile den Mehrwert von Cloud Services entdeckt und folgen dem Trend. In Deutschland gaben 2018 73% der Unternehmen an, Cloud Computing zu verwenden und die Tendenz ist steigend.

Dennoch gilt es noch immer Aufklärungsarbeit zu leisten, um den Skeptikern die Chancen und den Mehrwert der Digitalisierung aufzuzeigen.

Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing, zu deutsch “Datenwolke”, bezeichnet eine IT-Infrastruktur, die Anwendungssoftware (Programme), Speicherplatz oder Rechenleistung anbietet, ohne dass diese Strukturen auf dem lokalen Rechner installiert oder gespeichert werden müssen. Über einen Webbrowser kann der Nutzer jederzeit und jederorts auf diese Dienste zugreifen. Der Anbieter, bzw Provider, ist für die Instandhaltung der jeweiligen Infrastruktur des Service verantwortlich.

Welche Vorteile bringt das Arbeiten mit Cloud-Diensten?

Das Cloud Computing bringt breitgefächerte Vorteile für den Privatnutzer aber auch  für ein gesamtes Unternehmen:

1. Ortsunabhängigkeit
Der Zugriff auf in der Cloud liegende Programme oder Daten, erfolgt über das Netz. Es ist demnach lediglich ein Internetzugang notwendig um Cloud Dienste zu nutzen. Dies ermöglicht eine enorme Flexibilität. Mitarbeiter können auch außerhalb des Büros Zugriff auf Firmendaten und Firmenprogramme erhalten und Daten müssen nicht von einem Rechner auf den anderen kopiert werden, da sie zentral und für jeden Mitarbeiter zugänglich abgespeichert sind. Das ermöglicht zum Beispiel eine leichtere Umsetzung von Arbeitskonzepten wie dem Homeoffice oder Remote Work.
Zudem bieten viele Cloud Dienstleistungen auch mobile Versionen an, sodass der Zugriff auch über das Smartphone selbst in Bus und Bahn möglich ist.

2. Geringere Investitionskosten
Hardware mit guter Performance ist teuer und muss ständig nachgerüstet werden, damit sie “Up to date” bleibt. Durch die Nutzung von Cloud Computing werden die Investitionskosten von Hardware mit starker Rechenleistung oder große Datenspeicher eingespart, da die Cloud Dienste auf externen Servern des Cloud Anbieters ausgeführt werden. Der Cloud - Anbieter kümmert sich darum, dass seine Server permanent den aktuellen IT-Standards entsprechen, wodurch die eigenen Wartungskosten reduziert werden.
Der Nutzer ist dadurch Hardware unabhängig und können die Cloud Dienste beispielsweise auf leistungsschwachen Rechnern oder auf mehreren verschiedenen Rechnern verwendet werden.
Wird zusätzliche Rechenleistung benötigt, beispielsweise für ein aktuelles Projekt, so kann die Rechenleistung für den gewünschten Zeitraum hinzugebucht und anschließend wieder gekündigt werden. Dadurch ist es nicht notwendig neue Hardware zu erwerben, die anschließend nicht mehr benötigt wird.

3. Flexible Skalierbarkeit der IT-Leistung
Um Cloud Computing zu nutzen, werden die notwendigen Dienste individuell beim Cloud - Anbieter gebucht. Beispielsweise wird eine bestimmte Anzahl an Benutzerlizenzen für einen Cloud Service gebucht, abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter. Ändern sich die Bedürfnisse der Firma, so können flexibel neue Lizenzen hinzugebucht, oder bestehende Lizenzen gekündigt werden. Dadurch werden die Kosten stets so gering wie möglich gehalten.
Zudem lassen sich durch die Nutzung der Anwendungssoftware, die meist monatlich abgerechnet wird, auch die Ausgaben des Unternehmens sehr gut kalkulieren.
Wird die Firma durch neue Standorte erweitert, sind diese Standorte oder Filialen zusätzlich schnell und kostengünstig an die bestehende IT-Infrastruktur anknüpfbar.

4. Reduzierter Administrationsaufwand
Der Betrieb und die Wartung der IT-Dienste muss nicht mehr vom Firmeneigenen Administrator durchgeführt werden, sondern wird vom Cloud - Anbieter übernommen. Auch das Installieren der Services auf den Mitarbeiter Rechnern entfällt.

5. Datensicherung
Bei einem lokalen Serverausfall kann es schnell zum Verlust von wichtigen Firmendaten kommen. Durch eine Verlagerung der Unternehmensdaten in die Cloud, minimiert sich dieses Risiko, denn der Cloud - Anbieter sorgt für die Sicherung der Daten. Üblicherweise werden diese mehrfach und an verschiedenen Orten in großen, professionell geschützten Rechenzentren abgespeichert.
Server, deren Standort sich in Deutschland befindet, fallen zudem unter die strengen Sicherheitsregelungen der Datenschutz - Grundverordnung.

6. Vielfalt
Das Angebot an Cloud Servicen ist enorm und umfasst jede Branche. Ein Programm für ein Nischenproblem wird gesucht - mit großer Wahrscheinlichkeit existiert bereits eine Cloud Lösung dafür. Durch die große Anzahl an ähnlichen Produkten muss nicht das Erstbeste gewählt werden, sondern ein detaillierter Vergleich der Dienste kann erfolgen und das gewählte Produkt getestet werden.

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